…more on ripples ~

~nobody is smart enough to be 100% wrong. (ken.wilber)

tun vs. lassen ~

mit 2 Kommentaren

Wir haben über den Versuch, einen Tag lang allem mit Liebe zu begegnen gesprochen. Ein ‘Ich’ begegnet hier einem ‚Phänomen‘ und handelt dann auf eine bestimmte Art und Weise.
Ich habe das als Dissoziation interpretiert und die Alternative gegenübergestellt, alle Versuche, irgendetwas zu ändern – irgendetwas zu tun, sein zu lassen gegenübergestellt.
Auf dieser Ebene ist das natürlich genauso absurd, wie das ‘Tun’.
Die Entscheidung genau dies sein zu lassen ist eben auch eine Handlung, und somit auch ein ‘Tun”.

Was passsiert jetzt, wenn ich aus dem tiefen Wissen heraus, dass das ganze Spektakel von meinem Verstand konstruiert wird und es mit seinen Mitteln unmöglich ist dies zu ändern – einfach beginne, ‘Das’ zu leben? – direkt, ohne irgendetwas zu ‘tun’?
Dann nimmt dieses ‘Ich’ die Hände vom Lenker.

Ich kann immer wieder Räume aufsuchen um immer wieder zu sehen, das es ‘Ich’ nicht gibt, muss aber immer wieder zurück und mich dem Leben stellen – dort, wo ich überhaupt keinen Einfluss auf das habe, ‘was ist’; auch wenn der Vestand mich das glauben macht.

Was wäre wohl passiert, wenn Buddha nach der Baumgeschichte zu seiner Familie zurückgekehrt wäre und mit seiner Familie gelebt hätte. Was wäre passiert, wenn sich ‘kaum ein Arsch’ für ihn interessiert hätte, weil er vierzehn Stunden am Tag an einer Supermarktkasse gesessen hätte?
Die paar Mönche, die das vielleicht generiert hätte, würden heute sicher Snickers und Tiefkühllasagne essen, dazu River-Cola trinken und sich, wenn überhaupt, regelmässig vor Tiefkühlregalen verbeugen.
Endlich ein Grund, mit dem braunen Reis aufzuhören:-)

…ja, aufhören – aufhören irgendetwas damit zu tun. Alles so zu lassen wie es ist. Ganz, unmittelbar, zu 100%.
Absolute Teilnahme an allen, das erscheint.

Und der Kreis schliesst sich wieder, wenn etwas wie: ” Man müsste einen ganzen Tag, allem, ausnahmslos allem, mit Liebe begegnen” im Bewusstsein auftaucht. Tu’ es, lass’ es…. , nenn’ es eine Form von Dissoziation, nenn’ es Snatsch – es ist völlig egal – Du bist immer mitten drin, ob Du’s nun glaubst oder nicht.

Geschrieben von kay.lummitsch

19. Dezember 2010 um 18:53

Veröffentlicht in bewusstsein, consciousness, gesellschaft

2 Antworten

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  1. Der Moment in dem man Großes tut, manchmal merkt man das noch nicht mal selbst, ist immer von Liebe geprägt!

    Jonny Bettinger

    19. Dezember 2010 um 19:35

  2. können wir wissen was passiert wäre, wenn wir nach hinten schauen? Weder ist es egal was wir tun oder lassen, noch können wir einfach sein… das Sein ist vielleicht die größte Illusion (deswegen nicht weniger not wendig), weil es uns in der Gegenwart hält. Mensch werden ist nicht alles zu lassen wie es ist. Was sind wir, wenn wir nur sind?

    Michael Schäfer

    3. Januar 2011 um 01:03


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