…more on ripples ~

~nobody is smart enough to be 100% wrong. (ken.wilber)

~ landstrasse

mit einem Kommentar

A4 richtung Olpe – Ein wundervoller Sonnentag – 140 auf dem Tacho – Der Twingo dröhnt – Links überholen , rechts einordnen – Noch eineinhalb Stunden bis Arpe  - Fotosafari am Flüsschen – Hausgeräucherter Schinken – Kaffe an der Tankstelle – Noch eine Stunde bis Arpe – Links, rechts, der Motor surrt – Gespräche über Dies und Das – Heiterkeit – Noch mal kurz auf  ’ne Zigarette auf den Parkplatz -Der Rücken tut ein bisschen weh – Gedanken an eine größeren Wagen – Sauerland – Zurückschalten am Berg – Der Wagen fällt im fünften auf hundertunddrei und kommt dann nicht wieder in Schwung – Diskussionen über Benzinverbrauch – Von der Autobahn runter – Noch eine halbe Stunde bis Olpe -

- Landstrasse – 70 -100 – 50 -70 – Vorsicht Blitzampel – 70 – Kleiner Hunger – Mc Donalds liegt am Weg – ‘ist voll heute – Parkplatz gefunden – Wir gehen rein – Riesenschlange – Familien mit Kindern an der Kasse – Juniortüten – Sei’s drum, Christin bleibt in der Kasse, ich gehe raus und rauche am Wagen eine Zigarette – Es dauert ewig – dann kommt Sie – ‘hat sich auch eine McDouble mitgebracht – Wir essen im Fahren – Wir sind schon zu spät dran – Jetzt geht es über betonierte Feldwege, durch Wäldchen, enge Kurven – Das Fahren macht hier Spass – Noch fünf Minuten bis Arpe -

- Links den Berg hoch – Es stehen Autos auf der Fahrbahn – Der Puls steigt – Ich fahre langsam ran – Ein Irgendetwas, das wohl mal ein Auto wahr, steht, liegt  rechts auf dem Feld – Wir halten an – Ein paar Menschen sind da – Ich steige aus und sage zu Christin, das sie kurz warten soll – Ich möchte Ihr den Schrecken ersparen -

„Braucht Ihr Hilfe?“, rufe ich. – Ein junger Mann kommt zielstrebig auf mich zu, leicht taumelnd. Sein Gesicht ist blutüberstömt. Er sagt mir das ich dort beim Beatmen gebraucht werde – Ich knie mich vor den jungen Mann, der da am Boden liegt, als ob er schläft – Irgendwer sagt, er habe keinen Puls mehr – er liegt da ganz friedlich in der Sonne – Ich halte seine Kopf und habe die andere Hand auf seiner Brust – Eine Stimme aus dem Off sagt mir, das sei schon eine viertel Stunde so -

- Stimmen. Die Stimme des Bruders, der wohl gefahren ist, und immer wiederholt, das er seinen Bruder getötet hat und das das alles nicht wahr sein könne – Ein sympathischer Junge, vielleicht achtzehn, völlig verzweifelt – Der Junge vor mir ist völlig still – ich massiere ganz leicht sei Herz und sage zu Ihm das er bei uns bleiben soll – Niemand hat eine Beatmungsmaske im Auto – Ein Mann beugt sich zu mir und sagt, ich könne aufhören, er sei Sanitäter, zeigt auf die Ohren des Jungen, die dunkelblau verfärbt sind – Jetzt sehe ich es auch – der Junge ist völlig blau – er liegt da ganz friedlich – ich halte ihn – ich rede mit ihm.

- Blaulicht, zwei Polizisten. „Kümmern Sie sich um den Bruder!“, rufe ich. Er will immer wieder hier her. Er kann es nicht glauben. „Der RTW ist gleich da“, sagen die Polizisten – Mehr Blaulicht, ein netter Notarzt beugt sich zu mir und dem Jungen, er guckt ihn an, fühlt den Puls, er sagt, „Der Junge ist EX“, legt noch einmal ein EKG an und macht den Defibrillator bereit. Ich streiche dem Jungen noch einmal über den Kopf und die Brust und gehe zu den beiden anderen Jungs. Ich versuchen mit einem Sanitäter den Bruder zu beruhigen, Christin kümmert sich um die junge Frau, die den Jungen aus dem Gurt geschnitten hat – Jetzt ist der Vater da – „Papa, ich habe Scheisse gebaut“, sagt der Bruder. Ich freue mich, das der Vater seine Sohn tröstet. Wir reden mit allen, die im Moment Hilfe brauchen – Meine Beine sind weich.

- Die Feuerwehrleute haben jetzt ein weisses Tuch über den Jungen gelegt – Der Vater fährt mit dem Sohn im Rettungswagen ins Krankenhaus. Wir tauschen Telefonnummern mit der Jungen Frau, deren Freund sie gerade abholt, aus – Es ist gut das er jetzt hier ist -

Wir wollen die Freundin des Vaters noch nach Hause fahren – Ich hole ihren Wagen – Ich schaue aufs Feld, auf den Jungen unter dem weissen Tuch, falte die Hände vor der Brust, verbeuge mich einmal vor Ihm und sage ihm lebewohl.

Eine Viertelstunde später sind wir in Arpe – Jetzt kommen die Tränen.

Lieber M. wenn Du dies lesen solltest, auch ich habe ‘Scheisse gebaut’, als ich achtzehn war. Ich hatte nur Gück.

Ich bin für Dich da, wenn Du mich brauchst.

Geschrieben von kay.lummitsch

15. Mai 2011 um 13:31

Veröffentlicht in gesellschaft

vom kleinen glühwürmchen~

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Der Entschuldigung erster Teil – Morgenröte am Horizont

dillletantrische Rohfassung zum Hören:

Vom Glühwürmchen

Und in Textform:

Es war einmal ein Glühwürmchen.

Das stammte aus einer Glühwürmchenfamilie, die lieber Maikäfer gewesen wäre, jahrelang als Engerlinge in der dunklen Erde unterwegs sein wollte und dann in kurzem Auffliegen in den hellen Frühlingshimmel und daher mit dem Glühwürmchensein so gar nichts anfangen konnte.

Unser Glühwürmchen war wohl etwas kauzig geraten und eigentlich auch ganz gerne ein Glühwürmchen und so flog es oft alleine durch die Gegend. Ab und zu, wenn die Familie es nicht sah, ließ es sogar sein kleines Lichtlein leuchten. So, wie Glühwürmchen es nun eben tun.

Eines Tages, oder besser gesagt, eines Nachts, beobachtete des Glühwürmchens Schwester, was es tat und verriet es dem Familienoberhaupt. Das Glühwürmchen wurde zurechtgewiesen und unter strenge Beobachtung gestellt, jedes Glühen und Fliegen wurde ihm verboten. Es sollte ein Würmchen sein. Ohne Glühen.

Da das Glühen ihm doch aber sehr viel Freude bereitete und es es nicht ganz lassen konnte, umwickelte es ab und zu heimlich sein leuchtendes Hinterteil und stahl sich davon, um zu fliegen.

Das Glühen ließ sich nicht ganz verbergen und in der Dunkelheit zog es Motten an, die das Licht umschwirrten. Das Glühwürmchen freundete sich mit einigen Motten an. Mit einer verstand es sich ganz besonders gut. Sie ermutigte das Würmchen zum Glühen. So wagte es das Würmchen, den verdunkelnden Wickel abzulegen. Die Motte war begeistert und umschwirrte es immer mehr. Und das Glühwürmchen freute sich an ihrer Weisheit und Tiefe und sah sie als einen Lehrmeister und verwandte Seele an. Es wurde sogar manches Mal übermütig und frech.

Weil sie aber selber nicht leuchten konnte (eigentlich war sie ein wunderschön bunter Schmetterling, stammte allerdings aus einer Familie, die es vorgezogen hatte, Motte und somit in der farbverschlingenden Dunkelheit unterwegs zu sein), wurde die Motte etwas neidisch auf das Glühwürmchen. In seinem Licht konnte sie zwar ihre eigene Farbigkeit sehen, aber sie nahm es dem Würmchen übel, dass sie von seinem Glühen abhängig war. Aus diesem Grund begann sie immer öfter zu sticheln, über das Glühwürmchen hinter seinem Rücken herzuziehen und am Glühwürmchen und an sich selbst herumzunörgeln. Das kannte das Glühwürmchen von seiner Familie und wurde sehr traurig, denn das Glühen und Fliegen bereitete ihm nach wie vor Freude. Ja, es war sogar recht begeistert, Licht ins Dunkle zu bringen, weil es nun selber viel mehr von seiner Umgebung sah!

Unser kleines Würmchen hatte eine große Schwäche: es konnte sein eigenes Licht, das auf seinem Hinterteil glühte, nicht richtig sehen, wie sehr es auch den Kopf danach verdrehte und wendete. Daher kamen ihm schließlich Zweifel – vielleicht kam das Leuchten gar nicht von ihm. Vielleicht sollte es wirklich nicht so viel durch die Gegend fliegen. Nun, so musste es wohl sein.

Um diese Freude weiter spüren zu können, glühte es immer heller und merkte gar nicht, wie es sich dabei verausgabte. Als Ausgleich flog es nun auch öfters durchs Dunkle und war wieder allein. Denn Motten brauchen ja das Licht.

So einsam hatte es eine Menge Zeit, aus sicherer Ferne auf das Leuchten anderer Glühwürmchen zu schauen und ihnen dabei zu helfen. Auch zum Grübeln und sich sinnlose Gedanken Machen, wie es der Motte wohl ging, war ausgiebig Zeit. Es vermisste die verborgene Schönheit und Tiefe der Motte sehr. Da es den wahren Namen der Motte, die eigentlich Schmetterling hieß, nicht wusste, und bedauerlicherweise auch Gesichter nur sehr schlecht erkannte, noch dazu nicht sicher war, ob es wirklich immer dieselbe Motte gewesen war, gab es keine Möglichkeit, diese besondere Motte zu finden und mit ihr zu reden. Vielleicht hätte das Licht gebracht.

Es suchte eine ganze Zeit lang nach der Motte, aber es konnte sie einfach nicht erkennen, zu schlecht war sein Gesichtergedächtnis. Nach einiger Zeit gab es die Suche auf und versank in Selbstvorwürfen und verquerem Verfolgungswahn.

Nun kam es aber so, dass das kleine Glühwürmchen eines Nachts zufällig glühend über eine Pfütze flog. Es erschrak über die große Helligkeit, die es in der Pfütze sah. Nur Dunkelheit und Schummerlicht gewohnt, war es von diesem hellen Leuchten geblendet, geriet ins Trudeln und stürzte ab. – Nach einiger Zeit, als es wieder zu sich gekommen war, flog es behutsam an die Pfütze heran. Landete auf dem Boden und besah sich die Oberfläche etwas genauer.

Es erkannte, dass es dort sein eigenes Spiegelbild sah. Das war spannend! Nun ließ es die Flügel sirren, hob ab, ließ sein Hinterteil leuchten, flog über die Pfütze und sah dabei immer nach unten, in sein Spiegelbild. Es konnte gar nicht glauben, was es da sah! Vor Schreck, Ungläubigkeit und Staunen kam es immer wieder ins Stocken und die Flügel setzten aus! Immer und immer wieder musste es über diese Pfütze fliegen und auch über andere. Sollte das wirklich sein eigenes Leuchten sein? Konnte das möglich sein?!

Erst als es diese Wahrheit einen winzigen Windstoß weit glauben konnte, begann das Glühwürmchen wieder nach vorne zu sehen. Es flog wieder durch die Nacht, mal glühend, mal in der Dunkelheit.

Familienglauben war jetzt egal. Wer Engerling sein wollte, sollte Engerling sein. Da das Glühwürmchen noch immer sehr schnell in seine kauzigen Gedankengänge verfiel und sich nicht immer sicher war, wann es von anderen angesprochen wurde und wann es sich das nur einbildete, brauchte es direkte, klare Ansprache. Dann kam es gerne hervor.

Mit diesem neuen Selbstbild war es sich selbst nun meistens genug.

Seine Sehnsucht nach der Motte war noch da, ob als Motte oder als Schmetterling, doch eher, um ihrer Selbst willen, nicht um das eigene Glühen wahrzunehmen.

Auch diese große, schmerzliche Sehnsucht ließ das Glühwürmchen langsam ziehen. Denn es begann, dem Wind zu vertrauen und den Wegen, auf die er es tragen würde. Wenn es so sein sollte, würde der Wind ihre Wege zum Kreuzen bringen.

Geschrieben von christina.druve

27. Dezember 2010 um 22:05

tun vs. lassen ~

mit 2 Kommentaren

Wir haben über den Versuch, einen Tag lang allem mit Liebe zu begegnen gesprochen. Ein ‘Ich’ begegnet hier einem ‚Phänomen‘ und handelt dann auf eine bestimmte Art und Weise.
Ich habe das als Dissoziation interpretiert und die Alternative gegenübergestellt, alle Versuche, irgendetwas zu ändern – irgendetwas zu tun, sein zu lassen gegenübergestellt.
Auf dieser Ebene ist das natürlich genauso absurd, wie das ‘Tun’.
Die Entscheidung genau dies sein zu lassen ist eben auch eine Handlung, und somit auch ein ‘Tun“.

Was passsiert jetzt, wenn ich aus dem tiefen Wissen heraus, dass das ganze Spektakel von meinem Verstand konstruiert wird und es mit seinen Mitteln unmöglich ist dies zu ändern – einfach beginne, ‘Das’ zu leben? – direkt, ohne irgendetwas zu ‘tun’?
Dann nimmt dieses ‘Ich’ die Hände vom Lenker.

Ich kann immer wieder Räume aufsuchen um immer wieder zu sehen, das es ‘Ich’ nicht gibt, muss aber immer wieder zurück und mich dem Leben stellen – dort, wo ich überhaupt keinen Einfluss auf das habe, ‘was ist’; auch wenn der Vestand mich das glauben macht.

Was wäre wohl passiert, wenn Buddha nach der Baumgeschichte zu seiner Familie zurückgekehrt wäre und mit seiner Familie gelebt hätte. Was wäre passiert, wenn sich ‘kaum ein Arsch’ für ihn interessiert hätte, weil er vierzehn Stunden am Tag an einer Supermarktkasse gesessen hätte?
Die paar Mönche, die das vielleicht generiert hätte, würden heute sicher Snickers und Tiefkühllasagne essen, dazu River-Cola trinken und sich, wenn überhaupt, regelmässig vor Tiefkühlregalen verbeugen.
Endlich ein Grund, mit dem braunen Reis aufzuhören:-)

…ja, aufhören – aufhören irgendetwas damit zu tun. Alles so zu lassen wie es ist. Ganz, unmittelbar, zu 100%.
Absolute Teilnahme an allen, das erscheint.

Und der Kreis schliesst sich wieder, wenn etwas wie: “ Man müsste einen ganzen Tag, allem, ausnahmslos allem, mit Liebe begegnen“ im Bewusstsein auftaucht. Tu’ es, lass’ es…. , nenn’ es eine Form von Dissoziation, nenn’ es Snatsch – es ist völlig egal – Du bist immer mitten drin, ob Du’s nun glaubst oder nicht.

Geschrieben von kay.lummitsch

19. Dezember 2010 um 18:53

Veröffentlicht in bewusstsein, consciousness, gesellschaft

was für ein wundervoller abend ~

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bahnhof – taschendiebe – tumult – warten – winter – 25
minutes more – cafė bei segafredo – bahnsteig – warten auf den
thalys – arbeiter mit spezialgestellen rauchen auf dem bahnsteig -
die ansage zum gleiswechsel läuft später ein als der zug – die
rolltreppe runter, die rolltreppe wieder rauf – suchen – freunde! -
umarmungen, worte , frieden. telefonate – fahrkarten für morgen -
strassenbahn – gewühle – sitzplätze – wundervoll. umsteigen -
fröhlichen enge im auto – gepäck rein, gepäck raus, gepäck rauf -
ankommen. warme wohnung – licht – stimmen. viele themen – kurz
angerissen – hinter jedem wartet unendliche tiefe. lamm, rotwein,
käse, freunde, frieden – satte, erschöpfte, hellwache freude. meme
von bushmanbeige bis neutronenbombenviolett – holone – wilber -
beck – systemik – the unmemorizeable ‘liebende güte’ -
dissoziationen – translationen – stabile dissonanzen – wunderbar.
kojenzeit – zufriedenheit – kurzer, tiefer schlaf. reise, reise -
aufstehen. ein schneller kaffee – sanfte eile – strassenbahn ist
rasselvoll – abschied – ein letzter grosser gruss. was für ein
wundervoller abend. ich liebe euch, euer kay

Geschrieben von kay.lummitsch

15. Dezember 2010 um 18:41

Veröffentlicht in gesellschaft

Getaggt mit

erwachen~

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Sie flüstert kitzelnd dir ins Ohr:

Geh weiter, du bist genau richtig in deiner Spur!

Sie umwebt im Federspiel dir Arme, Beine, Hals.

Haucht kleinsten Gedanken Überschwall zu.

Nährt sie mit leichter Dunkelheit.

Auf dass dein Strahlen sichtbar wird.

Halte die Sinne nur bereit.

Jede Zelle durchfährt magnetisches Gleißen

In flirrend atmendem Geöffnetsein

Nimm an deine Empfindsamkeit.

27.11.2010

Geschrieben von christina.druve

15. Dezember 2010 um 00:01

Veröffentlicht in bewusstsein, consciousness, gedichte

wiederfinden ~

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Heute decke ich mich zu mit Dunkelheit.

Der Blick ist starr, ich fühle mich untot, unlebendig, taub und leer.

 

Ich hat heute Urlaub. Ich ist nicht daheim.

Hat sich davon gemacht, sich ganz unten verkrochen. Lässt sich nicht locken.

Schwester Eselin vermisst Ich sehr.

Weint und sehnt sich nach Ich.

Auch Es merkt, dass es wohl etwas zuviel geschwelgt hat. Hat ganz klein wenig ein schlechtes Gewissen.

Gemeinsam suchen sie Hilfe beim Du.

Zum Glück kann Du helfen.

Ganz langsam, behutsam pult Du Ich heraus. Und Ich lunzt schüchtern um die Ecke.

Schwester Eselin, Es und Du schauen Ich freundlich an.

Etwas trotzig und schmollend sucht Ich seinen Platz.

Braucht noch etwas, um sich die Wunden zu lecken.

Doch ist Ich da. Und nimmt Wir wahr.

 

Ich bin wieder ganz. Leben kehrt in meine Augen zurück. Der dunkle Schleier stört. Also lege ich ihn einfach ab.

 

25.10.2010

Geschrieben von christina.druve

26. Oktober 2010 um 22:16

globaler katarrh ~

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Die UN hat sich vorgenommen, bis 2020, ein Fünftel der Erde unter Naturschutz zu stellen!

Das Auge beginnt sich selbst zu sehen, die Nase, sich zu riechen.

Na dann mal zu.

Geschrieben von kay.lummitsch

18. Oktober 2010 um 07:42

Veröffentlicht in gesellschaft

der kukucksei approach ~

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Ja, es ist schon interessant, sich auf die Suche nach einer ‘hellen’ Qualität zu machen, die einen vermeintlich ausmacht und dann auch die gegenüberliegende (schattige) Seite einzuladen – Die Seite, die man ablehnt.
Im Dialog der beiden Seiten kann sich plötzlich herausstellen, wer da wirklich sitzt.
Das folgende Setting kann man ganz alleine durchführen.
Gut begleitet ist das natürlich viel wirkungsvoller.
Es geht so: Man braucht zwei gegenüberliegende Plätze und einen weiteren, zwischen den Beiden (ein Bisschen aus der Linie). Von diesem neutralen Platz aus kann man den beiden anderen Plätzen ihre Bedeutung geben – und sich dann auf einen der beiden Plätze begeben. Man muss hier nichts weiter tun, als sich in die Qualität der gewählten Seite einzuspüren. Das passiert eigentlich ganz von selbst. Nun nichts wie auf zur anderen Seite und gucken, was da so los ist. Vielleicht braucht es einige Wechsel und Zwischenstops auf den neutralen Platz. Jetzt kann ein völlig neues Bild über diese beiden Qualitäten entstanden sein. Und sicher verbirgt sich hinter der ungeliebten Eigenschaft ein ungeahntes Potential, das man vorher nie sehen konnte. Auch die geliebte Seite kann plötzlich ein ganz anderes Gesicht bekommen. Ist es vielleicht etwas ganz anderes, ist es vielleicht ein Kukucksei?
Ein solches Kukucksei zu entdecken hat das Potential die bisher scheinbar so stabile Gesamtkonfiguration durcheinanderzubringen. Aber das ist dann der Preis der Freiheit und ein Zurück steht außer Frage.

Eine gute Startfrage ist leicht gefunden. Welche Eigenschaft oder Angewohnheit stört mich im Moment an < hier findet der Name des Lebenspartners oder Kollegen seinen Platz >   am meisten. Hurra, der dunkle Platz ist besetzt. Jetzt muss man sich nur auf die Suche nach der eigenen, natürlich ganz famosen Eigenschaft machen, die uns von diesem schändlichen Verhalten unterscheidet. Das fällt dann auch leicht. Peng! – Der helle Platz ist gefunden. Los geht’s!

Ich wünsche Euch interessante Erfahrungen dabei. Sagt mal wie es gelaufen ist.

Grüße,
Kay

Geschrieben von kay.lummitsch

17. September 2010 um 19:13

Veröffentlicht in gesellschaft

trotz trotzt freiheit ~

mit einem Kommentar

Stell’ Dir vor, du wachst auf und stellst fest, dass du die längste Zeit in deinem Leben einer Verwechslung aufgesessen bist. Eine scheinbar kleine Verwechslung. Du hast dich immer als frei bezeichnet – frei von Regeln. Regeln, die dich unnötig einengen. Regeltreue belächelt, in den Tag gelebt. Du hast dir gerade soviele Regeln zueigen gemacht, um ein netter, interessanter Junge zu sein. Anschlussfähig warst Du durch die Einhaltung von gesellschaftlich geachteten Grundregeln und interessant, weil du dich um alle anderen Regeln nicht kümmertest. Das war für dich Freiheit.
Du hattest auf der einen Seite die Welt der einengenden Regeln und auf der anderen Seite die Freiheit.
Erstaunlich ist, das du dir immer Menschen um dich herum gesucht hast, für die Regeln und Ordnungs- und Organisationsprinzipien ganz wichtig waren. Da hattest du immer deinen Hafen und konntest nach Herzenslust ‘frei’ sein. Du hast dich nicht um Termine geschert – hast immer ‘ja’ gesagt, wenn es um Verabredungen ging – oft ging es gut – und oft hat jemand darunter gelitten. Du hast Dich nicht um Finanzangelegenheiten und andere offiziellen Dinge geschert – du hast dir Zeit gelassen – und irgendwie ging es immer gut. Gelitten hat der andere. Sie haben die ‘Zeche’ bezahlt und du hast es nicht einmal gemerkt.
Du hast das Leben so ‘geschaukelt’ – und warst damit auch erstaunlich erfolgreich.

Und dann hast du einen Traum ~
Die Freiheit sitzt den Regeln gegenüber und du bist in der Lage, abwechselnd in beide hineinschlüpfen.
Oh ja – auf zur Freiheit, deinem guten Freund.
– Du schlüpfst hinein. Doch was passiert jetzt? Wie fühlt es sich denn hier an? Hier ist es eng, der Atem geht flach, hier bist du klein – und du spürst TROTZ, unendlich viel Trotz. Kann es sein? Wo ist die Freiheit?
– Ein schneller Switch in die Figur der Regeln – Hier bist du ein Fels, hier geht der Atem tief – du bist von einer unglaublichen Klarheit beseelt, hier bist du frei!
Dir gegenüber sitzt ein kleiner ungefähr sechsjähriger Junge und schaut dich trotzig an , genaugenommen schaut er nicht dich an, sondern verlegen an dir vorbei. Du hörst ihn sagen: „Ich will nicht so – ich will anders!“ – Ja so sind sie, die kleinen Jungs. Du weisst, das du ihm nicht wirklich etwas raten kannst, aber du empfindest ganz viel Zuneigung zu ihm.
– Du schlüpfst jetzt wieder aus den Regeln heraus und sitzt nun erstaunt zwischen den Beiden.
Solltest Du da etwas ganz grundlegendes verwechselt haben? Solltest du dich dein ganzes Leben gegen die Freiheit, die dir Regeln ermöglichen aus kindlichem Trotz gewehrt haben?

Und dann wachst du auf. Erst fühlst du dich euphorisch – dann schuldig und irgendwann siehst du die Chance, die ab jetzt für dich da ist. Es wird sich vieles für dich und deine Mitmenschen ändern!

Ich mag Dich!

~~Ich möchte dir noch einen Vorschlag machen. Schreib’ diese, Deine Geschichte irgendwo in Du-Form auf.

~ Vielleicht in Dein Blog?

Dein Freund,
Kay

Geschrieben von kay.lummitsch

15. September 2010 um 23:38

Veröffentlicht in gesellschaft

communicare ~

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Ein Ehepaar sitzt (bis jetzt schweigend) am Tisch in einer Kölschkneipe. Ein Mann betritt das Lokal. Die Garderobe befindet sich direkt neben dem Tisch der beiden.
Er nimmt sich einen Bügel vom Haken…

Hallo.
Aah — Hallo – so schnell sieht man sich wieder – ja –
Ja.
Ja, is ganzschön kalt geworden — jaa.
Is’ Herbst. 
Ja —– ganzschön kalt schon. 
Und wie geht’s?
Jaa —- muss ja. 
Ja muss —-
Naja dann bis denn…
Ja (geht ab)

~wunderbar

Geschrieben von kay.lummitsch

14. September 2010 um 18:29

Veröffentlicht in gesellschaft

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